Poesie
aus der "Feder" von Horst M. Kohl




"Der Mensch kennt alle Dinge der Erde,
aber den Menschen kennt er nicht".
Christian Dietrich Grabbe   (1801- 1836)



Liebe Freunde und Besucher meiner Homepage,
ich grüße Sie!














Zu meiner Person

Das Licht der Welt erblickte ich am Dienstag, den 25. Januar 1944 in Pillau/Ostpreußen.
Danach verbrachte ich sechsunddreißig Jahre in Schweinfurt. Seit 1979 lebe ich 
im unterfränkischen Weinort Wiesenbronn.
Beruflich war ich beinahe meine gesamte Zeit des "Broterwerbs"  im Rettungsdienst tätig.
Neben meiner Dienstzeit betätigte ich mich ehrenamtlich als Ausbilder für Erste-Hilfe und
der Sanitätsausbildung.

Menschen mit geistigen und körperlichen Handikaps lagen mir besonders am Herzen.
Ihnen widmete ich mich im Bereich " Selbstverteidigung " mit Schwerpunkt, Rollstuhlfahrer.
Als ehemaliger Kampfsportler ( Taekwondo, Kickboxen, Judo ) konnte ich auf reichhaltige
Erfahrung zurückgreifen. 
Seit 1995 nun selbst körperlich Schwerbehindert!




Meine Gedichte


Vertrauen, ein Anker im Sturm des Lebens

Vertrauen, zerbrechlich ist`s wie dünnes Glas,
wird entehrt, von Menschen ohne jeglich` Anstandsmaß.
Zuneigung, gewachsen über Jahr und Tag,
plötzlich ausgelöscht, durch Verrat.

Menschen bitten scheinheilig um Vertrauen,
geben vor, auf ihr Wort könne man bauen.
Vorsicht: Vertrauen - ein hehres Wort,
manch` böse Zunge treibt damit arglistig Sport.

In der Liebe liegt Vertrauen tief begraben,
zwischen Menschen, die vor Gott sich ihr JA-Wort gaben.
In Zeiten der Not ein Anker der hält,
dann, wenn um uns herum vieles in Scherben fällt.

Vertrauen - von üblen Gesellen missbraucht,
bitterer Enttäuschung wegen, mancher schon sein Leben ausgehaucht.
Jenem, der des anderen Vertrauen gebrochen, vergeben?
Wer es nicht kann, soll es in Gottes Hände legen!

(c) by Horst M. Kohl, Oktober 2026
Heimat- und Naturfreund

* * * 

Im Takt des Lebens

Das Licht der Welt erblickt, um zu vergehen,
für manchem ist`s nur schwer zu verstehen.
Darum soll man sich freuen, auch über kleine Dinge,
zudem auch wieder mal ein altes Lied man singe.

Warte mit deinen Wünschen nicht auf "Irgendwann",
damit beginnen, fange zeitig an.
Mit jedem Tag ungenutzter Zeit,
dein Ziel in weiter Ferne dir entweicht.

Unsere Lebensuhr, sie läuft und läuft,
ungelöster Ärger sich anhäuft.
Doch wer seinen Optimismus verliert,
im Dunkel seines Lebens erfriert.

Der Takt des Lebens der uns bewegt,
sich nach und nach zur Ruhe legt.
Das Ticken wird leiser, bis es verstummt,
eh gekommen ist, unsere letzte Stund`.

Deshalb, bis dahin, lasst uns fröhlich durch die Tage gehen,
niemals im Leben die schönen Dinge übersehen.
Sich am Wegesrand über blühende Blumen freuen,
seines Frohsinns bekennen, sich nicht scheuen.

(c) by Horst M. Kohl, Oktober 2026
Heimat- und Naturfreund

* * *

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          Foto: Horst M..: Kohl    

                                         
HERBST                                              

Nebel bedeckt Wald und Feld,
legt seinen Mantel übers Land wie ein Zelt.
Büsche und Bäume werfen ihre Blätter ab,
die Angehörigen bereiten der Verstorbenen Grab.

So geht vieles mit dem Herbst des Lebens dahin,
in manchem Menschen kehrt ein, trüber Sinn.
Zu Ende neigt sich das Jahr,
man hält Rückblick auf das, was war.

Einsamkeit überschattet mancher Menschen Gemüt,
nirgendwo mehr eine Blume blüht.
Trostlos und leer,
liegt das Land, ringsumher.

Dunkle Zeit, das Tageslicht verbannt,
wo eben alles noch in voller Blüte stand.
Uns packt ein tiefes düsteres Schauern,
verlassen wir die heim`schen Mauern.

Nasskalter Wind pfeift uns ins Gesicht,
o, gäbe es bloß solche Tage nicht.
Die schönen Wochen sind dahin,
mache es mir nun bequem im warmen Zimmer drin.

Dort schaue ich am Ofen den tanzenden Flammen zu,
sitze da, spüre die Einkehr sanfter Ruh`.
Lehne mich entspannt in meinem Sessel zurück,
empfinde solchen Moment als wahres Glück.

(c) by Horst M. Kohl, September 2026
Heimat- und Naturfreund

* * *


Foto Kohl

Aufbruchzeit

Büsche und Bäume überall bunt sich färben,
Tage allmählich kürzer werden.
Vögel bereiten ihren Zug nach Süden,
sich zu erheben mit leichten Flügeln.

Zieh`n geschwind dahin über Wald und Wiesen,
zum Überwintern ihre heimischen Nester sie verließen.
Menschen trauern über den Wegzug sehr,
mancher möchte am liebsten hinterher.

Goldener Wein welcher reifte in der Sonne,
wird besucht von Staren mit Wonne.
Treiben ihr Ungemach,
hemmungslos, unter dem Traubenblätterdach.

Morgennebel legen sich übers Land,
wie man es lange nicht mehr gekannt.
Landschaften zeigen sich gar weiß verhangen,
erscheinen wie in einer Zauberwelt gefangen.

Tiefes Schweigen man empfindet,
des Menschen Ruhelosigkeit verschwindet.
Kaum ein Windeshauch,
Natur, sie ruht sich aus.

Geht man frühmorgens offenen Auges durch die Flur,
wie Balsam wirken weiche Klänge der Natur.
Dennoch vieles, was den Menschen erfreut,
empfinden nur naturverbund`ne Leut`.

(c) by Horst M. Kohl, September 2026
Heimat- und Naturfreund

* * *

Im Strom der Zeit

Zeit eilt dahin, bleibt nicht steh`n,
unaufhaltsam ist sie am vergeh`n.
Menschen werden dahingetrieben,
außer Erinnerung ist von ihnen nichts geblieben.

Zeit, flüchtig ist sie wie der Wind,
Menschen ständig auf der Suche nach ihr sind.
Auszuruh`n kaum jemand nimmt sich noch Zeit,
hetzen durch den Alltag, wie nicht gescheit.

Im Alter angekommen,
ist man von manchem "Federlesen" recht benommen.
Man beginnt über Geschehenes nachzudenken,
auch seiner Mitwelt wieder mehr "Gewicht" zu schenken.

Gedenkt einstiger Tage, fröhlicher Stunden,
verweilt an Gräbern, Gedankenversunken.
Wünscht sich manche Weile zurück,
in der man empfand, seiner Jugendzeit Glück.

Erinnerungen, mit dem Alter geworden Lückenhaft,
holt man hervor sein Album, schaut sich darin voller Kraft.
Legt es gedankenschwer zur Seite wieder,
begnügt sich eines guten Buches, auch seiner alten Lieder.

(c) by Horst M. Kohl, September 2026
Heimat- und Naturfreund

* * *

Menschen- und Lebensjahre
- Aus Gesprächen mit vielen alten Menschen entstanden -

Manche sitzen da, geworden unter Mühen, alt
einen ruhigen Lebensabend sich hatten ausgemalt.
Vieles konnten sie noch gestern tun,
nahmen vor, sich im Stillen auszu`ruhn.

Des Lebens Wandern müde,
da längst beendet ihre Lebens Blüte.
Was heute sehen müssen, deren alte Augen,
können, oder wollen sie nicht glauben.

Gedanken treiben die Alten hin und her,
das eine oder andere zu verstehen, es fällt schwer.
Sie ziehen sich lieber zurück, in ihr Haus`,
Gewusel um sie herum, empfunden als Graus.

Wollen sich auch nicht mehr mit Feiern quälen,
den Verlauf ihres Lebensabends selbst erwählen.
Jegliche Tageshast,
gefühlt als Last.

Nämlich jährlich zur gleichen Zeit, mit viel Trara,
werden gefeiert: Geburtstage von Großmama und Großpapa.
Sie werden beglückwünscht, es wird gelacht,
doch wie sie sich fühlen, selten bedacht.

Für die "Geehrten" zählt des Alters Schöne,
was erlaubt, zu genießen
sanfte Töne.
Letztendlich muss  mal jeder Mensch für sich selber erkennen,
wie schnell die Lebensjahre davon ihm rennen.

(c) by Horst M. Kohl, 2. September 2026
Heimat- und Naturfreund

* * * 

Aus dem Alltag eines Bürgers

Die Zeit der Gespräche, sie scheint vorbei,
sich mitzuteilen einerlei.
Nur noch manchmal kommt es zum plaudern,
was man hört, lässt erschaudern.

Menschen, vollgepackt mit Frust,
haben verloren an Lebenslust.
Kaum noch ein guter Tag,
Lebensfreude verspüren, nicht mehr vermag.

Ist`s noch mein Land,
wie ich es mal gekannt?
Meine Hände sind es, die nur noch geben,
jene, "die dort droben" nur schamlos nehmen.

Selig, wer da Versprechungen noch glaubt!
Selig, wer weiterhin vertraut!
Man sitzt oft am Tisch, die Zeit verstreicht,
während Preise rauf und runter man vergleicht.

Jeder richte deshalb den Blick auf seine eigene Stärke,
schnurstracks geht er am besten damit sofort zu Werke.
Denn weiterhin macht man uns Bürgern das Leben schwer,
Enttäuschung auch breit, vom ewigen Hin und Her.

Ist`s noch mein Land, wie ich`s mal gekannt?

Gerne möchte man über anderes schreiben,
doch bin ich auch einer, von jenen, der darunter muss leiden,
Fühle mich in vielem verwirrt,
manchmal sogar, abserviert.

(c) by Horst M. Kohl, 31. August 2026
Heimat- und Naturfreund

* * *

Zwei alte Menschen abends auf der Gartenbank

Ein altes Paar blickt zum Horizont hinauf,
denn von Osten her beginnt des Mondes Lauf.
Nachtigallenklang nimmt sie gefangen,
beide, in aller Stille umeinander bangen.

Zueinandergehalten in guten, auch in schweren Tagen,
der eine, des anderen "Bürde`" hat getragen.
Auch wenn es nach wie vor Müh` noch macht,
"Einer trägt des anderen Last".

Wie in jungen Jahren,
der "Alte" ist ihr durchs heute weiß gewordene Haar gefahren.
Leise flüsternd tat er ihr seine Liebe kund,
die er noch immer für sie empfindet, Stund` um Stund`.

Oma schmiegte sich in seinen Arm,
dachte sich: "Schau an, mein Alter, er besitzt noch Charm`".
Er hält sie fest, wie schon in ferner Vergangenheit,
als er noch jung war, und sie ne` Maid.

Seine Liebste ist sie für ihn noch heute, lieb und rein,
auch der Familie täglich heller Sonnenschein.
Die Alten sind sich treu geblieben bis zum heut`gen Tag,
ihr JAWORT, niemals stand`s in Frag`.

Beide füreinander beten:
"HERR, lasse uns etwas noch auf Erden hier verweilen,
uns zu dir zu holen, musst` dich nicht beeilen".

(c) by Horst M. Kohl, August 2026
Heimat- und Naturfreund

* * *

Plötzlich alleine

Alleine leben,
nicht jedem ist dazu die Kraft gegeben.
Menschen, liebgeworden,
sind verstorben.

Bis das Haupt ergraute wurde viel erlebt,
dann, am Ende seiner Tage niemand gerne alleine steht.
Es tritt ein die Zeit des stillen Schweigens,
der Beginn der Ära eines langen Leidens.

Man ist alleine, alleine mit mancher einsamen Nacht,
aus Sorge vor dem neuen Tag, wird schlaflos sie durchwacht.
"So ist`s nicht das rechte Leben,
auf solchem liegt kein Segen."

Schwer wiegen die Stunden,
in denen man keine Ruhe gefunden.
Nur langsam verrinnt die Zeit,
bis man sich löst vom durchlebten Leid.

Man soll sich hüten,
übers Gewesene ständig zu brüten.
Ruhen lassen die Vergangenheit,
zu Grabe tragen, die alte Zeit.

Vertrauensvoll durch seine Lebenstage weiter wandern,
es kommt doch auch ohne unser Zutun eines zum andern.
Irgendwann für jeden der "Vorhang" fällt,
eine "Bestimmung" die einst bei jedem Einzug hält.

(c) by Horst M. Kohl, August 2026
Heimat- und Naturfreund

* * *

GESTERN

Gestern ist Vergangenheit,
vieles erscheint wie Ewigkeit.
"Weißt du noch", hört man Leute fragen,
"Ach, lass` es sein", den einen oder anderen sagen.

Vieles sich in Vergessenheit verlor,
was vor Jahren war, und davor.
Weit liegt zurück die Jugendzeit,
manchen holt ein: EINSAMKEIT.

Schleierhaft, wie durch eine Nebelwand,
erscheint im Alter vieles unbekannt.
In Gedanken sich verloren,
nicht wenige sich erinnern, als ihre Kinder einst geboren.

Ins Reich der Vergessenheit vieles ist verschwunden,
damit geschlossen, auch alte Wunden.
Was geschehen ist, ist geschehen,
das Rad der Zeit lässt nicht zurück sich drehen.

Nach vorne soll man schau`n,
mit Gottes Hilfe, feste Brücken für die Zukunft bau`n.

(c) by Horst M. Kohl, August 2026

* * *


Der Wandersmann

Schon beim ersten Sonnenschein,
tritt er ans Fenster, lässt ihn in die Stube rein.
Schaut zum Himmel hoch dem Blauen,
schnürt sich die Schuh`, zu wandern durch die Auen.

Bereits in aller Früh` wenn`s noch ganz still,
in die Natur hinaus er will.
Lerchen empfangen ihn mit zarten Tirilieren,
welches sein Herz auf besondere Weis´ will tief berühren.

Wandern ist sein Leben,
scheinbar von Gott gegeben dazu den Segen.
Geschnürt schon oft die Schuh`,
um am Abend dann, zu legen, sein müdes Haupt zur Ruh`.

Der HERR soll ihm noch lange reichlich Kraft bescheren,
Freude am Wandern auch gewähren.
Fröhlich möge er jeden Tag beenden,
Abends sein Dankgebet nach oben senden.

(c) by Horst M. Kohl, Juli 2026

* * *

Weshalb bin ich ?

Wer hat sich dies nicht schon mal gefragt?
In manchem diese Frage sogar ein Leben lang nagt.
Die Antwort:
Sie alleine weiß nur Gott!

Weshalb bin ich,
.. so wie ich bin?
Wurde ich aus Liebe gezeugt,
oder mein SEIN von Anfang an bereut?

Zwei Menschen taten, was sie nicht sollten!
Verheimlicht wurden bis zuletzt der "Zweisamkeit" Folgen.
Fernab der Heimat erblickte ich das Licht der Welt,
als ein Bündel ohne Zukunft in sie "hineingestellt".

Grübeln macht wenig Sinn,
man muss akzeptieren das ich bin.
Alt und müde geworden,
zählte ich nie zu den gleichgültigen Sorten.

Häufiger beginne ich über`s Leben nachzudenken,
vieles aber lasse ich lieber vom Herrgott lenken.
Sucht man nach Antworten, soll es geschehen mit Bedacht,
denn vieles klärt sich von selbst über Nacht.

(c) by Horst M. Kohl, Juni 2026

* * *

Unruhige Nächte

Nächte ziehen sich träge dahin,
Menschen in sorgenvollen Gedanken, mittendrin.
Schlaf stellt sich partout wieder nicht ein,
lässt in ihrer Gedankenwelt, nicht wenige allein.

Auch wenn ein neuer Tag anbricht,
seinem Kummer entfliehen kann man nicht.
Wie man auch versucht sich zu drehen,
er wird stets, von vorne, jedem in die Augen sehen.

Manche Sorge hält man fest mit müder Hand,
am Ende, wie eine Fessel sie die Seele fest umspannt.
Hoffnung sich bewahren ist niemals vergebens,
festhalten an ihr, soll man zeit seines Lebens.

Mögen alte Sorgen uns verlassen,
mit neuen, werden Menschen sich müssen befassen.
Deshalb bleibt Hoffnung eine Licht in dunkler Zeit,
welche uns Menschen, von Beklommenheit - vielleicht - befreit.

(c) by Horst M. Kohl, Juli 2026

* * *

Sehnsucht nach FRIEDEN

Weltpolitik; Abgründe tun sich auf,
auf der Bühne, Phrasendrescher sich tummeln zuhauf.
Länder stehen voller Rauch und Feuer,
Weltpolitik, mir scheint sie nicht geheuer.

Verzweiflung allerorten macht sich breit,
da genommen wird, der Menschen Freudigkeit.
Hoffnung auf Frieden, immer mehr schwindet,
einen Weg zu ihm hin, offensichtlich niemand findet.

Gräber werden mehr und mehr,
Trauernde bleiben zurück, ausgebrannt, innerlich leer.
Finstere Schatten über der Menschheit liegen,
Aggressoren an allen Fronten siegen.

Menschen wollen glücklich sein,
ihr Leben führen, ohne Not und Pein.
Doch wird es immer " Führer " geben,
die niemals mit anderen in Frieden wollen leben.

In Trümmern lag einst auch unser Land,
wurde wieder aufgebaut durch mühevoller Hand.
Menschheit, scheinbar hat sie aus Kriegen nichts gelernt,
darin liegt der Grund, dass sie bleibt, vom FRIEDEN weit entfernt.

(c) by Horst M. Kohl
-Parteilos-

* * *

Im Alter angekommen

Häufiger liest man ein gutes Buch, hört seine Lieder,
lässt öfter auch, müde sich im Sessel nieder.
Schaut Fotos an aus längst vergangener Zeit,
sucht auf, stille Einsamkeit.

Aufmerksamer hört man zu, wenn frühmorgens Vögel singen,
vernimmt -anders als in jungen Jahren- wie Abendglocken klingen.
Empfindet auf besondere Weise, menschliches Leid,
geht aus dem Weg jeglichen Streit.

Nachdenklich ist man mit dem Alter geworden,
ist entsetzt, wie sehr der Mensch vom Mammon wurd` verdorben.
Zu vieles im Leben dreht sich ums Geld,
Redlichkeit kaum mehr noch zählt.

(c) by Horst M. Kohl, Juli 2026

* * *

Über den Sinn des Lebens

Befragte werden meist` ganz leis`,
denn niemand wirklich Antwort weiß.
Habe lange nachgedacht,
Stund` um Stund`, Nacht für Nacht.

Wirkliche Antwort auch ich nicht fand,
trotz vieler bemühter Stunden, weiter vor ungelöster Fragen stand.
Bekannte raten: "Denke nicht so viel darüber nach,
dem ich von Herzen widersprach.

Stehe mit dieser Frage nicht allein,
nachzudenken, ich lasse es nicht sein.
Auf meiner Suche nach des Lebens Sinn,
befinde ich mich mittendrin.

Dazu gehört: "Was wir tun, soll geschehen mit Bedacht,
auch auf andere Menschen Gefühle geben acht.
Was man sagt, was man tut,
überdenken soll man`s gut."

Unsere Lebensjahre gehen dahin,
weiter bleibt bestehen, die Suche nach des Lebens Sinn.

(c) by Horst M. Kohl, 2. Juli 2026

* * *

Nichts hält sie auf..

Lebensjahre ziehen dahin,
werde ich im Nächsten noch sein, der ich heute bin?
So, meine Frage, wenn ich wieder beginne, zu Sinnen,
besonders, wenn in der Stube meine alten Lieder erklingen.

Alten Freunden ist längst der Lebensmut vergangen,
zu sehr an früheren Tagen bis heute sie hangen.
Geworden sind sie - wie ich - zum Greise,
bereiten sich vor, für ihre "letzte" Reise.

Sitzen meist` herum, über vieles sich beschwerend,
ein Zustand, täglich wiederkehrend.
Nichtsahnend kommt man daher geschritten,
wird eingeladen Platz zu nehmen, in deren Mitten.

"Nein danke, ich habe noch zu tun".
Gut, dass niemand fragt: Warum?
Nach Debatten verlangt es mir nicht,
des lieben Friedens willen übe ich Verzicht.

Gehe weiter meinen Wegen entlang,
nach hitzigen Disputen ich nicht verlang`.
In Gedanken schreite ich meinem Haus entgegen,
zu meiner Frau, meinem Enkel, welch` ein Segen.

Zwar auch schon ein Greis, doch nicht ohne Lebensmut,
der im "Streitgespräch" in den Ring noch wirft seinen Hut.
Doch nur in einer Runde, in der man achtet aufs Fair Play,
flegelhafte Personen, lieber ich "von hinten" seh`.

(c) by Horst M. Kohl, Juni 2026
Heimat- und Naturfreund

* * * 

Gefühle

Gefühle empfinden, heißt, man nimmt sein Leben wahr,
wer Trauer auch verspürt, wenn sich Freunde machen rar.
Wer alleine sitzt auf seiner Bank, auf der man einst zu zweien,
sein Elend, lauthals man hinaus möcht`s schreien.

Es lebt, wer Heimweh noch empfindet, in weiter Ferne,
des Nachts unterm Himmelszelt, welches voller Sterne.
Wer von Gefühlen übermannt,
welche er sonst nie gekannt.

Seltsam ist manches Menschen Lebensweg,
Verführung aller Art ihm um die Nase weht.
Gerät er durch Gefühle auf die falsche Bahn, ist er ruiniert,
um ihn herum, mancher sich sogar darüber amüsiert.

Auch solche Art "Gefühle" gibt es unter "Freunden",
Freundschaft schwören, sie nie versäumten.
Jene sind es, wenn es "eng" wird, sich machen rar,
ein solcher, ein echter Freund dir niemals war.

Über Gefühle, ein Buch man könnte schreiben,
sein eigenes jeder, über Freude, auch vom Leiden.
Jedermann nimmt`s Leben wahr auf seine eigene Weise,
scheidet aus dem Leben, meist ganz LEISE!

Mir ist`s lieb, zu leben anspruchslos,
brauche keinen Urlaub auch auf Barbados.
Bescheiden wie ich lebte hier auf Erden,
werde ich, - wenn es an der Zeit - einst auch ...!

(c) by Horst M. Kohl, Juni 2026
Heimat- und Naturfreund

* * ** * *

Orgie des Krieges

Genommen wird, was Menschen über alles lieben in dieser Welt,
für verantwortlich dafür, niemand sich hält.
Deren Kinder sind es; in Stücke werden sie geschlagen,
Schuld: Keiner will sie haben.

Raketen kommen daher geglitten,
Menschen über ihre zerstörte Existenz hinweg schon schritten.
Städte stehen in Flammen,
Betroffene entsetzt um Fassung rangen.

Schluss scheint erst, wenn das Land verheeret,
und nichts gibt es, was solchem Wahnsinn wehret.
Dann ziehen ein, des Aggressors wilde Horden,
zu rauben, vergewaltigen, zu morden.

Sinnloser Krieg tötet Töchter und Söhne,
gestorben - so heißt es -, für " Vaterland " im Kriegsgedröhne.
Und niemand wird sie wiedergeben,
da feindliche Geschosse, hinweg sie fegen.

Menschheit wach auf,
Friede auf Erden soll nehmen seinen Lauf.
Über Grenzen hinweg reicht euch die Hände,
um der Orgie des Krieges zu bereiten ein Ende.

(c) by Horst M. Kohl, Juni 2026
Heimat- und Naturfreund

* * *  

HASS

Hass; über alle Welt bringt er bittere Not,
Einsamkeit, auch Tod.
Feindschaft unter Völkern nimmt Eltern ihre Kinder weg,
lässt sie sterben, im blutdurchtränkten Dreck.

Kriege lösen aus, fortwährend Hass,
auf das, was man versprach, war nie Verlass.
Vertrauen für eigene Zwecke meist` missbraucht,
gegebene Versprechen am End`, haben nichts getaucht.

Bin alt, möcht` in Friedenszeiten sterben,
Gott gebe, das ich es - bevor`s zu spät - noch darf erleben.
Kriegstreiber möge der "HERR" von dieser Erde vertreiben,
seine "Kinder" befreien, von Hass und ew`gen Streiten.

Schluss soll sein mit Hetzen, auch mit Lügen,
mit jenen auch, die uns, - das Volk - betrügen.

DEMUT, wo ist sie geblieben?

(c) by Horst M. Kohl
Heimat- und Naturfreund

* * *

Welt am Abgrund

Welt, arm geworden bist du an Liebe,
Menschheit sehnt sich nach Friede.
Ein Weiter so führt ins Verderben,
Schaudern macht sich breit auf Erden.

Tyrannen senden ihre Truppen zum zerstören,
Rufe nach Frieden, nirgendwo will man sie hören.
Wohin man hört ist zu erfahren,
gestorben wird in Scharen.

Doch ich halte an der Hoffnung fest, dass bald Frieden werde,
dass kein Mensch wegen irrer Politik mehr sterbe.
Auch bete ich zu Gott, dass er uns Frieden bringt,
fest im Glauben, das solches ihm gelingt.

(c) by Horst M. Kohl, Mai 2026
Heimat- und Naturfreund

* * *


Engel, nur Kinderglaube?

Engel; man hört sie nicht, man sieht sie nicht,
doch sie sind da, kaum ein Mensch darüber spricht.
Wer es trotzdem wagt, den schaut man zweifelnd an,
wie man bloß über solches reden kann?

Über meinem Kinderbett ein solches Bild einst hing,
beim Gebet, mein Blick stets zu ihm ging.
Gebetet hab ich; " Jesus lass mich niemals mehr allein,
ein Kind, ein braves, immer will ich`s sein."

Monate und Jahre, sie vergingen,
reichlich Wünsche an anderen Dingen hingen.
Doch scheinbar mein Engel an meiner Seite noch immer ist,
hat mich bis heute bewahrt, vor manches Menschen Hinterlist.

Er war mir auch Licht in meines Lebens Dunkelheit,
verließ mich der Mut, war mein Engel da, zur rechten Zeit.
Wenn der HERR mich zu sich ruft, wird mein Engel bei mir sein,
denn auch in meiner letzten Stunde lässt er mich nicht allein.

(c) by Horst M. Kohl, Mai 2026
Heimat- und Naturfreund

* * *

Gedankenlos sein, nicht mein Ding

Lasse ich meine Gedanken schweifen,
komme ich an Punkte, die ich nicht kann begreifen.
Weshalb zerstört sich der Mensch seinen Lebensraum,
vernichtet Wiesen uns Felder, um Märkte dort zu bau`n?

An solchen Orten man nie mehr Schmetterlinge fliegen sieht,
auch keine Amseln uns frühmorgens singen ihr Lied.
Dort ist es nur noch kahl und leer,
vorbei auch mit der Ruhe um uns her.

Empörung holt mich ein zuweilen,
an den Ort des Geschehens am liebsten möchte eilen.
Ich belasse es, mich stummen Gedanken hinzugeben,
da ich weiß, auf dem, was geschehen, liegt kein Segen.

(c) by Horst M. Kohl, Mai 2026
Heimat- und Naturfreund

* * *

Deutschland

Will man dich verheeren?
Angst geht um, will des Menschen Herz verzehren.
Vaterland, was hat man nur aus dir gemacht?
Übers einst so stolze Land man mittlerweile lacht.

Was hat man dir bloß angetan?
Politik betrieben ohne Plan?
Das Land, einst voller "Saft und Kraft",
mit einem Weiter so, ist`s bald in den Ruin gebracht.

(c) by Horst M. Kohl, 1. Mai 2026
Heimat- und Naturfreund

* * *

Großvater, 1878 - 1954

Als ich noch klein war, erschien mir die Welt unendlich groß,
saß oft mit Großvater am Fenster, auf dessen Schoß.
Wir blickten gemeinsam von dort in die Ferne,
am Abend dann, erklärte er mir am Himmel die Sterne.

Großvater war mir stets gesonnen,
scheinbar hatte ich sein Herz gewonnen.
Hintendrein, nach Jahren,
lange nach seinem Tod, durfte ich es erfahren.

Großvater war aus speziellem Holz,
wir, die noch Übrigen, sind auf ihn bis heute stolz.
Längst schon verstorben; Jahrzehnte schon sieben,
liebevolle Erinnerungen, in unseren Herzen, sie blieben.

Selbst schon Opa, mit einem "quirligen" Enkel beglückt,
welcher auf besondere Weise uns Großeltern entzückt.
Fröhlich ist er, wie auch ich einst es war,
hat auch er unsere Herzen gewonnen, unser kleiner "Star".

(c) by Horst M. Kohl, April 2026
Heimat- und Naturfreund

* * * 

Für Frieden auf Erden

Es vollzieht sich ein Verhängnis,
unsere Erde ist in Bedrängnis.
Völker vergehen in arger Not,
über sie fegt hinweg, bitterer Tod.

Auf Schlachtfeldern viel Blut muss fließen,
Menschen, die sich nie kannten, aufeinander sie schießen.
Glocken des Todes werden nie verklingen,
solange Politiker auf Kriegstüchtigkeit dringen.

Vorbei soll sein, unsinniges Sterben,
niemals wieder Dörfer und Städte fallen in Scherben.
Genug ist es mit dem Donner der Kriegsmaschinerie!
Bin Zeitzeuge meiner Heimat, als sie noch lag als Schuttdeponie!

(c) by Horst M. Kohl, April 2026
- Parteilos -
Heimat- und Naturfreund

* * *

Bewegte Lebensjahre

Dämmerige Stunden nahmen von manchem Menschen Besitz, ganz sacht,
da vieles nicht gekommen, wie man es sich hatte gedacht.
Beschwerlich schleppen Menschen sich durch ihre Tage,
woran es lag - wie es kam - es bleibt die Frage.

Geworden sind Menschen alt,
statt Freude, empfinden sie ihren Alltag als kalt.
Sie sehen es meistens erst nach vielen Jahren,
dass die frühen, die schlechtesten nicht waren.

Nun aber ist`s Zeit, man möchte verschnaufen,
sich wegen anderer Dinge, die Haare nicht mehr raufen.
Auch nicht mehr fragen, was hat der Tag gebracht,
sich lieber hineinbegeben in eine ruhige Nacht.

Was die Kinder betrifft: Wohl war es schon immer so,
Tage gab es, da war man der "lieben Kleinen froh".
Man tat sie erziehen,
auch in der Hoffnung, dass sie sich später, um uns Alte bemühen.

(c) by Horst M. Kohl, April 2026
Heimat- und Naturfreund

* * *

Wir und die Zeit

In Windeseile die Jahre sind dahingezogen,
das Schicksal; oft war es nicht besonders uns gewogen.
Voll gepackt mit Wünschen ging die Zeit dahin,
auf der Suche nach des Lebens Sinn.

Die Jugendlieder, längst sind sie verhallt,
für manches Malheur, bitter wurde auch bezahlt.
Eines Tages dann, fängt man zu überlegen an,
ist`s wirklich, dass man schon so alt sein kann?

(c) by Horst M. Kohl, 29. März 2026
Heimat- und Naturfreund

* * *

Glaube, Liebe, Hoffnung

Ohne Unterlass,
wütet auf der Erde Hass.
Menschen verlieren Hab und Gut,
auch ihren Lebensmut.

Ohne Glaube, Liebe, Hoffnung auch wir unsere Plag` nicht schaffen,
ohne Glaube, Liebe, Hoffnung; aussichtslos sind wir verlassen.
Deshalb o Mensch, Glaube, Liebe Hoffnung, gebe sie nicht auf,
denn Seele sterben ohne sie zuhauf.

(c) by Horst M. Kohl, März 2026
Heimat- und Naturfreund

* * * 
Lebensdauer

Genau betrachtet, währt das Leben nur eine kleine Weile,
bleibt stets geprägt, von stetem Hin-und Hergeeile.
Am Ende ist man im Lebensabend angekommen,
legt öfter zurück, sein Haupt, schon recht benommen.

Es drücken mehr und mehr die Lebenslasten,
man denkt auch zurück, über Lebensziele, den verpassten.
Doch jeder weiß, dass alles Leben einmal enden muss,
auch für jene, die ihr Dasein führten, voller Überfluss.

(c) by Horst M. Kohl, März 2026
Heimat- und Naturfreund

* * *

Ein Herr ist..
Ein Herr ist, der als solcher sich benimmt,
nicht einer, der den, der anderer Ansicht ist, "zu Boden" zwingt.
Kein Herr ist also der, der die Meinung anderer missachtet,
nur die seinige, als die einzig richtige betrachtet.

Solche Menschen von sich glauben,
sie können anderen ihr Selbstbewusstsein rauben.
Bei solchen Typen fragt man, ist es ein Witz,
woher bloß nehmen solche Geister, ihren Geistesblitz.

Sie erwarten auch noch, das man HERR sie nennt,
scheinbar haben solche die Wirklichkeit verpennt.
Mancher meint sogar von sich, er sei eine Persönlichkeit,
es scheint, er ist eher ein Fossil aus der Vergangenheit.

(c) by Horst M. Kohl, März 2026
 Heimat- und Naturfreund

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Gleichgültig welchen Namen Nörgler tragen

Es beginnt mit Nörgelei von Nebenan,
auf solche Weise mancher Streit begann.
Zugegeben, so ist`s allezeit gewesen,
Provozieren, anderen die Leviten lesen.

Krankhaft wird gestritten, des Streitens wegen,
Grund gesucht, sich mit Leuten/Nationen anzulegen.
Gestritten wird auf "Teufel komm raus",
für Friedfertige, ist`s ein Graus.

Streit führt nirgendwo hin,
kostet Nerven, ergibt auch keinen Sinn.
Zänkische Menschen sind nicht die Netten,
vor ihnen will man seinen Frieden retten.

Doch kann der " Frömmste nicht in Frieden leben ",
wenn ein Störenfried keine Ruh` will geben.
FRIEDE, für jenen offenbar als Fremdwort zählt,
daher er Streit für seinen Alltag wählt.

(c) by Horst M. Kohl, März 2026
Heimat- und Naturfreund

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Und wieder holen sie ein..

Gedanken kommen ungefragt und plötzlich daher,
empfindet sie manchmal als lästig und vieles andere mehr.
Des Öfteren durch sie um den Schlaf gebracht,
bescheren sie die eine oder andere aufgewühlte Nacht.

Einem zarten Vogel gleich, fliegen Gedanken so dahin,
dies und das kommt einem bei diesem Wirrwarr in den Sinn.
Auch einsame Gedanken sind es ab und an,
man denkt darüber nach, wie alles so begann.

Bei solchen verweilt man besonders gerne,
schweift gedanklich um Jahre zurück, in weite Ferne.
Von Gefühlen bewegt holt einem letztlich wieder der Alltag ein,
"Reisen" in die Vergangenheit lassen zarte Gemüter, besser sein.

(c) by Horst M. Kohl, März 2026
Heimat- und Naturfreund 

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Gedanken zum Altern

Wie vom Wind verweht,
das tägliche Leben vergeht.
Es verrauschen die Jahre,
grauer und weniger werden die Haare.

Man fühlt seine Kräfte schwinden,
der Lebensmut will manchmal sinken.
Doch immer wieder habe ich`s Leben frisch gewagt,
denn nur der gewinnt, der nicht verzagt.

Mittlerweile, fremd ist mir die Welt geworden,
viele Freunde auch schon verstorben.
Gedenke so manch schöner Stund`,
als man saß, in fröhlicher Rund`.

Nun bin ich ein Greis,
der über das Leben vieles zu berichten weiß.
Könnte erzählen aus einem langen Leben,
auch darüber, wie ich lernte, ernsthaft zu beten.

Was man zu sagen hätte, kaum jemand will es hören,
tut man als Alter, mit seinem "Gelaber" doch nur stören.
Meister sind wir Alten darin, uns zu üben in Geduld,
nicht sein, wie ein Oberlehrer an seinem Pult.

(c) by Horst M. Kohl, Februar 2026
Heimat- und Naturfreund

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Tag für Tag aufs Neue

Stiller Abend ist hereingebrochen,
auch das Nachtgebet, es ist gesprochen.
Der Mensch, erschöpft von seiner Tageslast,
sucht Erholung von des Tages Hast.

Alt geworden; geplagt von körperlicher Pein,
schläft der eine oder andere nur langsam ein.
Erinnerungen, wie gackernde Hühner, kommen und gehen,
wachgerufen wird, was alles wieder ist geschehen.

Allerlei Gedanken,
hin und her sie schwanken.
Am Ende wird man von süßem Schlaf erlöst,
in dem man sanft hinein gedöst.

Dem Tag entgegen geschlafen,
auch die ersten Sonnenstrahlen ins Zimmer trafen.
Langsam öffnet sich ein neuer Tag,
er wartet auf uns, zu allem Überfluss, mit weiterem Plag!

(c) by Horst M. Kohl, Februar 2026
Heimat- und Naturfreund

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Danke Gott für jeden neuen Tag

Unzählige Schritte bis ins hohe Alter gegangen,
von ihnen getragen, ohne besonderes Verlangen.
Waren Begleiter auch übler Lebenserfahrung,
der einen oder anderen bitteren Offenbarung.

Wie viele "Schritte" sind mir noch vorbehalten,
zähle ich doch schon zu den hohen Alten.
Gott alleine ist`s bekannt,
wann durchtrennt ist, eines Menschen Lebensband.

Darum nutze ich meine "Schritte" mit Bedacht,
erfreue mich meines Enkel, wenn er fröhlich lacht.
Nehme jeden neuen Tag dankbar an,
in Erwägung, dass auch rasch, der letzte "Schritt" ist getan.

(c) by Horst M. Kohl, Januar 2026
Heimat- und Naturfreund

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Kuddelmuddel

Stiller ist des Menschen Dasein nicht geworden,
es gleicht einer Komposition, gespielt in vielerlei Akkorden.
Großenteils in Moll,
denn, was im Lande geschieht, viele Bürger finden`s gar nicht toll.

Sie ziehen sich zurück,
da ihnen ihre Freiheit wird genommen, Stück für Stück.
Das sie diskreter ihre Worte wählen; scheint so gewollt,
von jenen, denen keinen Respekt mehr man zollt.

Menschen entfernen sich vom Tagesgeschehen,
was um sie herum geschieht, nicht mehr verstehen.
Geben sich lieber Erinnerungen alter Zeiten hin,
grübeln nach, über ihres Lebens Sinn.

(c) by Horst M. Kohl, Januar 2026
Heimat- und Naturfreund

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EINSAMKEIT

Vor seinem Fenster wuselt`s hin und her,
des einsamen Herz, es bleibt leer.
Obwohl reichlich von Menschen umgeben,
empfindet er überflüssig sein Leben.

Niemand an seine Tür mal klopft,
dass es doch mal sei, er heimlich hofft.
Aus dieser Lage wollte er sich selbst befrei`n,
wollte nicht mehr länger bekümmert und traurig sein.

Zu lange schon ans Alleinsein gewohnt,
zweifelte er, ob sich der Aufwand lohnt.
Um Kontakte sich will mühen,
Enttäuschungen könnten blühen.

Sein Bekanntenkreis, er ist nicht mehr,
es hinzunehmen, fällt ihm schwer.
Viel erlebt hat er in seinem Leben,
nun alt geworden, wünscht er sich nur noch Gottes Segen.

(c) by Horst M. Kohl, Januar 2026
Heimat- und Naturfreund

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Abschied

Oft gefühlt, was Abschied heißt,
geglaubt, dass es dir das Herz zerreißt.
Schwer ist`s, solche Last zu tragen,
einzig, nach dem WARUM zu fragen!

Ja, Abschied ist ein starkes Wort,
tut weh, lässt Leid zurück, in einem fort.
Wieder lehrt es neu, zu beten,
zu schätzen, dass uns von Gott gegebene Leben!

(c) by Horst M. Kohl, Januar 2026
Heimat- und Naturfreund

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Lang ist`s her, doch nicht vergessen

Einst von einem " FREUND " wurden Freunde hintergangen,
von einem, welcher mit Worte konnte glänzend prangen.
Sein Intrigenspiel, zu spät wurde es erkannt,
was geschehen, aus dem Gedächtnis, bis heute nicht verbannt.

Ein wahrer Freund stets zu dir hält,
der immer nah dir ist, wo du auch seist, auf der Welt.
Ach, dürfte ich nochmal in alter Freunde Augen schauen,
denen in schweren Zeiten, man konnte, bedenkenlos vertrauen.
(c) Horst M. Kohl, Januar 2026
Heimat- und Naturfreund

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Weihnachten

Ein buntgeschmückter Weihnachtsbaum,
eines jeden Kindes stiller Traum.
Alt- und jung von Freude tief bewegt,
Geschenke darunter, für seine Lieben gerne legt.

Das Haus von Tannenduft ist erfüllt,
von Wehmut auch das eigene Herz umhüllt.
Weihnachtsmelodien durch die Stube klingen leise,
wenn man um den Baum steht, Hand in Hand im Kreise.

Gemischte Gefühle begleiten der Alten Weihnachtsfest,
denn immer weniger wird deren Jahrgangs Rest.
Doch wird empfunden das Fest in Dankbarkeit,
denn, nicht jede Weihnacht wurde begangen ohne Leid.

(c) by Horst M. Kohl, Heilig-Abend 2025
Heimat- und Naturfreund

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Von Engeln umgeben

Manchen von uns werden Wunden geschlagen,
doch hilft es nicht, groß zu klagen
man wandert weiter - tagaus, tagein mit festem Schritt,
und unser Engel geht getreulich mit.


Er ist stets verlässlicher Begleiter,
wohl, wenn wir kraftlos sind, auch unser Streiter.
Solch ein Engel, von Gott gesandt,
nimmt uns in aller Not, an seine starke Hand.
(c) Horst M. Kohl, Dezember 2025

Heimat- und Naturfreund

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Es war einmal

Zu früheren Wintertagen,
sah man Dächer, schwer mit Schnee beladen.
Fröhlich, wie sonst kaum gekannt,
der Enkel seinen Weg zu Opa fand.

Dieser, mit seinen alten Knochen,
hatte, was auf ihn zukam, längst gerochen.
Stieg vorher schon in seine Stiefel rein,
und zog mit ihm, dorthin, wo sich trafen groß und klein.

Welch ein Jubel, welche Freude dort,
den Hügel rauf und runter, in einem fort.
So empfinden Kinder auch noch heute,
sind halt nicht anders, als wir damals, diese kleinen Leute.

Doch gibt es keine Winter mehr, wie einst,
nutzt auch nichts, wenn du die alte Zeit beweinst.
Kalendarisch zwar, haben wir alljährlich Winter,
halt nicht mehr solche, als wir noch waren Kinder.

(c) Horst M. Kohl, 1. Dezember 2025
Heimat- und Naturfreund

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Die Zeiger der Lebensuhr

Abendwolken, still sie dahin sich strecken,
Nebel, sachte Wies` und Feld bedecken.
Des Tages Stunden sind gezählt,
dunkle Nacht nun Einzug hält.

Einsamkeit nimmt Platz in mancher Seel`,
der Betroffene denkt zurück, wo einst er glücklich war.
Lebensjahre sind ihm vergangen zu geschwind,
vermisst, wird jene Zeit, als er noch war ein Kind.

Sie kommt nicht mehr zurück,
einzig Erinnerung ist`s was bleibt.
Manches Zipperlein quält,
auch Wehmut überkommt, beinahe, wie bestellt.

Die Zeiger unserer Lebensuhr,
für jeden stehen sie einst still.
Ertragen muss bis dahin werden, manche schwere Bürde,
dann soll`s Leben auch zu Ende geh`n, in Würde.

(c) Horst M. Kohl, November 2025
Heimat- und Naturfreund

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