Poesie
aus der Feder von Horst M. Kohl


Gewitter zieht auf

Wolken ziehen mächtig übers Land,
zum Himmel blicken Menschen wie gebannt.
Aus der Ferne, leises Grollen ist zu hören,
Wind kommt auf, schon neigen sich die Föhren.

Durch die Gassen pfeift der Wind,
alles eilt nach Haus geschwind.
Türen und Fenster heißt es schließen.
schon fängt es an zu gießen.

Es beginnt zu toben,
scheinbar, nichts Gutes kommt von oben.
Jung und Alt falten ihre Hände zum Gebet,
den HERRN um Gnade bitten, ist es nie zu spät.

Eng sitzt man beisammen,
Donnerschläge immer ferner klangen.
Regenrauschen, endlich wird es schwächer,
beruhigt zog man sich zurück in die Gemächer.

Nur noch matt blitzt es von droben,
Menschen, Gott von Herzen loben.
Wetterleuchten; noch zu sehen ab und zu,
Alt und Jung begeben sich zur Ruh`.

(c) by Horst M. Kohl, Juni 2024
Heimat- und Naturfreund

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Seelenbalsam 

Der Nachtigall leises Lied,
vom Waldesrand herüber, in mein Haus es zieht.
Durch die Nacht gelang es ans Ohr zu mir,
sodass in Träumerei  ich mich verlier.

Kleiner brauner Vogel, schenktest mir viel Seligkeit!
Aus deinem Kelchen war zu hören, auch etwas von Traurigkeit!
Mit meinen Sinnen, unbewusst, hast du gespielt,
etwa auch auf mein Herz gezielt?

Hast es vollbracht,
in der Einsamkeit jener Nacht.
Balast von mir zu nehmen,
dass ich mich nicht mehr musste grämen. 

(c) by Horst M. Kohl, JUni 2024
Heimat- und Naturfreund

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Solange meine Füße mich tragen

Ob an Regen- oder Sonnentagen,
den Gang zum nahen Wald, will ich noch wagen.
Die Beine unter Mühe,
in Gang gesetzt, in aller Frühe.

Noch graut der Morgen, auch Nebel sich hält,
die Stille ist es, was für mich zählt.
Eine frühe Lerche in den Morgenhimmel steigt,
um mich herum, Natur, würdevoll, sie schweigt.

Am Waldsrand, Anemonen blühn,
des Tales Wiesen stehen stehen voller grün.
Erstes Tageslicht zaghaft tritt hinzu,
mit einem Mal, vorbei ist es, mit der frühen Morgenruh.

(c) by Horst M. Kohl, Juni 2024
Heimat- und Naturfreund

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Erinnerung
Mein alter Baum, er ist schon lang nicht mehr,
als Bub in seiner Kron` ich saß, blickte um mich her.
Ins weite Land schaute ich hinein,
durfte mit der Welt zufrieden sein.

Oft hörte ich unter ihm den Nachtwind rauschen,
wollte meinen Platz dort niemals tauschen.
Längst sind die Nächte verklungen,
geblieben sind, Erinnerungen.

                                                                                                                                                                                      
Mein alter Baum war auch mein Freund,
an seinem Stamm gelehnt, auch geträumt.
Lange schon gibt es ihn nicht mehr,
stehe ich an seiner alten Stell`, vermiss` ihn sehr.

(c) by Horst M. Kohl, Mai 2024
Heimat- und Naturfreund

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Meine gefiederten Freunde

Fröhlichkeit im Federkleid,
Wesen voller Heiterkeit.
Mit Beinchen, filigran,
fangen schon frühmorgens mit dem Singen an.

Zarte Melodien begrüßen den neuen Tag,
nichts anderem, in dem Moment, man Beachtung schenken mag.
Zu hören ist`s herauf vom Wiesengund,
zu vernehmen, schon zur frühen Morgenstund.

Eine Blaumeise war es heute, in anmutsvoller Weise,
wundervoll war, was mir zu Ohren kam, so zart und leise.
Sie ließ mich an Ort Stell` verweilen,
meine Zeit blieb steh`n, musste mich nicht eilen.

Federbällchen, quirlig und stets frohen Mutes,
die lieben Kleinen, täglich bereiten sie mir Gutes.
Erbauend um mich herum, für mein altes Herz,
ja, vergessen kann ich dabei manchen Seelenschmerz.

(c) by Horst M. Kohl, März 2024
Heimat- und Naturfreund

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Zu früher Stund`
An einem frühen Morgen war`s, im Garten,
es traf ein, worauf man lange musste warten.
Etwas Besonderes lag in der Luft,
die neue Jahreszeit, auf ihre eig`ne Art sie ruft.

O Freude, bald will es Frühling werden,
Wiesen beginnen wieder sich zu färben.
Es hört der alte Mensch, auch jedes Kind,
das Summen der Insekten schon im Wind.

Betriebsamkeit regt sich allerorten,
wir öffnen voller Freude, nach draußen, schon die Pforten.
Der Landwirt macht zum Bestellen seiner Felder sich bereit,
und, in der Vogelwelt geht`s zu, wie nicht gescheit.

Ob auf Fensterbank, Balkon oder auch im Garten,
überlebt haben dort, nur die ganz besonders "HARTEN".
An jeder Stell`wird neu gepflanzt oder auch gesät,
nötig ist dazu, nicht unbeding der Besuch einer Universität.

(c) by Horst M. Kohl, Februar 2024
Heimat und Naturfreund



Einst und jetzt

Auf Schusters Rappen durchs Frankenland,
oftmals Rast gemacht auf einer stillen Bank.
Dann hochgestiegen auf des Berges Höh`n,
reichte von dort der Blick, bis in die ferne Rhön.

Wie herrlich unberührt einst unsere Heimat war,
unangetastete Natur, nun wird sie rar.
Vieler Ort hört man Menschen klagen,
"was noch aus unserer Heimat wird", sie sich fragen?

Wirkliche Ruhe, es war einmal,
Gestank und Umweltlärm es wird zur Qual.
Geht man zur Erholung im nahen Wald umher,
Stille, sie gibt es auch dort nicht mehr.

Einst konnte man den Specht noch lauschen,
auch vernehmen des Waldes Bächlein rauschen.
So wie ehemals, gibt es den Forst nicht mehr,
es zu ertragen, mir Alten fällt es reichlich schwer.

Junge Menschen von heutzutage,
stehen einst vor der gleichen Frage:
"Was soll aus unserer Heimat werden,
steht sie vor dem Verderben"
?

"Darum sollten wir nutzen unsere Zeit,
die Natur schützen, für die Ewigkeit"!

(c) Horst M. Kohl, Dezember 2023
Heimat- und Naturfreund

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