Poesie
aus der Feder von Horst M. Kohl


Tagesvers
- meine persönliche Erkenntnis -

Ich lief verirrt und war verblendet, ich suchte dich und
fand dich nicht; ich hatte mich von dir gewendet und
liebte das geschaffte Licht. Nun aber ist`s durch dich 
geschehn, dass ich dich hab ersehn.
                                                                                                                                                                                                                      Johann Scheffler
                                                                                                                                                            * 25. Dez. 1624, Breslau         
gest. 9. Juli 1677, Breslau 
                                                                                                   
Es wünscht Ihnen/Euch, einen gesegneten und glücklichen Tag
Ihr/Euer, Horst M. Kohl

                                                                                                                                              Foto: Horst M. Kohl   


                   










Der Betreiber dieser Homepage


Liebe Freunde, Besucherinnen und Besucher!

Zu meiner Person

Das Licht der Welt erblickte ich am Dienstag, den 25. Januar 1944 in Pillau/Ostpreußen.
Danach verbrachte ich sechsundreißig Jahre in Schweinfurt. Seit 1979 lebe ich in zweiter
Ehe, im fränkischen Weinort Wiesenbronn.
Beruflich war ich beinahe meine gesamte Zeit des "Broterwerbs"  im Rettungsdienst tätig.
Neben meiner Dienstzeit betätigte ich mich ehrenamtlich als Ausbilder für Erste-Hilfe und
der Sanitätsausbildung.
Menschen mit geistigen und körperlichen Handikaps lagen mir besonders am Herzen.
Ihnen widmete ich mich im Bereich " Selbstverteidigung " mit Schwerpunkt, Rollstuhlfahrer.
Als ehemaliger Kampfsportler ( Taekwondo, Kickboxen, Judo ) konnte ich auf reichhaltige
Erfahrung zurückgreifen. 
Seit 1995 nun selbst körperlich Schwerbehindert!

Foto v. 25. Januar 2024 ( 80ten Geburtstag)

Horst M. Kohl


 

Des Poeten Gedankenwelt

Die Abendsonne neigt sich tief und tiefer,
Vögel stimmen an, letzte Lieder.
Erste Sterne nehmen am Himmel ihren Lauf,
dem Poeten bewegen Lebensfragen zuhauf.


Antworten auf Fragen des Lebens zu finden, er sich nie scheute,
aus der Vergangenheit, bis in die Tage von heute.
Vieles Erlebte bewegt ihn sehr,
belastet zum Teil, seinen Alltag schwer.

Er fasst, was er fühlt, in Reime,
befriedigende Antworten, fand er bis heute, keine.
So sitzt er täglich da an seinem Tisch und schreibt,
bis er vor Müdigkeit, sich die Augen reibt.


Der Poet, zur Ruhe will er sich begeben,
zum Schlaf sich niederlegen.
Gedanken, " wie gackernde Hühner " ihn nicht ruhen lassen,
in Träumen erscheinen des Krieges schreckliche Grimassen.

Fragen des Miteinander bewegen ihn sehr,
da Menschen sich bereiten das Leben schwer.
Despoten bomben durch Kriege ganze Länder nieder,
Frage: " Wer bleibt der wirkliche Sieger"?

(c) by Horst M. Kohl, Januar 2024
Heimat- und Naturfreund

***

Eine Träne mir ins Auge stieg

Als ich besuchte einen Ort aus Kindertagen,
sah ich dort Kräne, Lasten tragen.
Nichts fand ich vor, wie es damals war,
Schwermut ergriff mich, bis unters Haar.

Eine Träne mir ins Auge stieg,
kaputt der Ort, den ich einst hatte lieb.
Ging dort spazieren, schon als fröhliches Kind,
etwas von einst, dort kaum mehr find.

Nur noch Häuser, beinahe bis an den Waldesrand,
mein Bächlein mit neuem Lauf ich fand.
Wird wohl auch nicht mehr lange dauern
bis dieses verschwindet, Planer wohl schon lauern.

Sehnsucht wird bleiben nach meinen Auen,
den verbliebenen Rest, auch ihn wird man noch verbauen.
Einst ein wunderschönes Tal, voller Blütenpracht,
von brutaler Menschenhand, platt gemacht.

Auch höre ich manchen Zeitgenossen klagen,
wie weh darüber ihm das Herz in seiner Brust tut schlagen.
Bleiben also nur noch Bilder der Erinnerung,
und die Lieder die wir dort hatten, auf der Zung`.

Alte Heimat, dich trage ich weiter in meinem Herzen,
was mit dir geschehen, lässt sich nur schwer verschmerzen.

(c) by Horst M. Kohl, 
Heimat- und  Naturfreund

* * * 







Meinungsfreiheit auf der Verliererstraße?

Sehnsucht ist`s, sie strebt nach Frieden!
Nirgendwo auf dieser Welt, bisher die Waffen schwiegen!
Nur wer solch ein Verlangen kennt,
dessen Herz, wie Feuer brennt.

Demagogen gibt es zu viele auf der Erde!
Von jenen, zum Schweigen wird gebracht, welcher führt Beschwerde.
Wegen hetzerische Redensarten,
schon viele Menschen qualvoll starben.

In Parlamenten, das gesprochene Wort als Waffe wird benutzt,
dadurch anderer Leute Leumund recht beschmutzt.
Worte treffen tief des Menschen Seele;
der Betroffene zieht sich zurück, mit verschnürter Kehle.

Frieden suchen war sein Ziel,
geerntet dafür, Spott als miesen Stil.
Sein redliches Bemühen, von vielen wurde es verlacht,
dessen Engagement, auf schäbige Art, zu Fall gebracht.

Vom Frieden redet alle Welt,
in den Hinterköpfen geht`s wohl nur ums liebe Geld.
Ehrlichkeit kaum noch gefragt,
wer es beim Namen nennt, er wird gejagt.

(c) by Horst M. Kohl, Mai 2024
Heimat- und Naturfreund

* * *

Frieden allen Völkern

Machthaber, was spukt in euren Köpfen herum,
weshalb quält ihr alle Welt mit Martyrium?
Ihr bringt uns Menschen nur Elend und Not,
treibt eure Söhne /Töchter als Soldaten in den Tod.

Friedfertige Nationen wollen Brücken des Friedens bauen,
nicht halbherzig über deren Grenzen schauen.
Sie wollen Sorge tragen, das Friede auf Erden sei,
Machthaber mit falschen Stolz scheint es einerlei.

Menschen überall auf der Welt wollen glücklich sein,
wer es nicht begreift, dessen Herz ist aus Stein.
Frieden den ich suche, wo ist er nur?
Von ihm fehlt jede Spur!

(c) by Horst M. Kohl, Mai 2024
Heimat- und Naturfreund

* * * 

Was schadet`s?

Was schadet es, Kindern liebevoll zu begegnen?
Behutsam deren Lebensweg zu ebnen?
Sich seines KIndes ersten Lächeln zu erinnern?
Manchen sorgenvollen Nächte, seinem Wimmern?

Was schadet es, sich zu besinnen,
als man blickte in sein Bettchen nach drinnen?
Um zu schauen, nach seinem Schlaf,
im Hoffen, es liegt in seinem Kissen, still und brav.

Man dachte: Irgendwann bist du groß.
Eigene Kinder sitzen auf deinem Schoß.
Brauchst keine Hand mehr, die dich führt.
Doch Erinnerung an die Kinderzeit, Eltern stets berührt.

Noch bist du aber hilflos, zart und klein.
Wächst mit jedem Lebensjahr in eine fragliche Zeit hinein.
Wir beten für dich tagaus, tagein,
unser himmlischer Vater möge dein Beschützer sein.

(c) by Horst M. Kohl, Mai 2024
Heimat- und Naturfreund

* * *

Es wird genörgelt

Wohin man hört,
irgendwer fühlt immer sich gestört.
Kindergeschrei, der Hund zu laut,
ja, und überall wird nur geklaut.

An der Ampel ist schon wieder rot,
vor mir fährt wohl ein Idiot.
Jetzt ist`s grün; wann fährt er endlich los,
am Steuer, sicher eine Frau, namens "hoffnungslos".

Es wird genörgelt tagaus, tagein,
nichts kann solchen Typen recht mehr sein.
Menschen, die wirklich sich mit Sorgen plagen,
sind meist in sich gekehrt, hört man kaum klagen.

Es tut mir in der Seele weh,
wenn ich so viel Unzufried`ne seh.
Die meisten jener Nörgler leiden keine Not,
sind auch von Armut nicht bedroht.

Dies schreibt ein Mensch, der noch im Krieg geboren,
nicht einer der begüterten Senioren.
Der Alltag lehrte uns, zu sparen.
von Kindesbeinen an, in all den vielen Jahren.

(c) by Horst M. Kohl, April 2024
Heimat- und Naturfreund
* * *

Verfluchte Kriege
In einer Wiese voller farbenfroher Blumen,
Kinder friedlich spielend, hörten fernes Brummen.
Geräusche, nicht vom Anger her sie kommen,
nein, von hoch droben werden sie vernommen.

Kampfflugzeuge sind es; mit Bomben beladen,
den Tod in ihrem Rumpf sie tragen.
Mit Befehl, Städte zu attackieren,
Besatzungen führen aus, ohne sich zu genieren.

Diktatoren bedrängen friedliche Nationen,
bringen Verderben mit Raketen und Drohnen.
Menschen suchen wieder und wieder Keller auf,
blühende Städte gehen unter im Garaus.

In Trümmern, Kinder verzweifelt nach ihren Eltern rufen,
für viele bleibt es ein vergebliches Suchen.
Familien auf schreckliche Weise zerstört,
hilfloses Weinen bleibt meistens ungehört.

(c) by Horst M. Kohl, April 2024
Heimat- und Naturfreund

* * * 

Heimat
War ich einst fort, in weiter Ferne,
vermisste ich meinr Heimat Sterne.
Vieles fehlte sehr,
ums Herz wurde es mir oftmals schwer.

Verloren gegangen schienen heimatliche Klänge,
der Kinder fröhliche Gesänge.
Die lukullische Gerüche,
aus Mutters Küche.

Stets kehrte ich heim, in froh gestimmter Eile,
viel zu lange in der Fremde ich verweilte.
Nichts zieht mich mehr in fremdes Land,
dort nie, ich wirklich Heimat fand.

Es fehlte vertraute, heimatliche Flur,
in der man sich begab auf manche Wander-Tour.
Kein Winkel war mir fremd,
Heimatliebe, ein armer Tropf, wer sie nicht kennt.

(c) by Horst M. Kohl, April 2024
Heimat- und Naturfreund

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Gedankenfreiheit

Gutgelaunt habe ich den Tag begonnen,
der Blick zum Fenster raus; Frohsinn, rasch war er verronnen.
Die gute Laune ist dahin,
nichts rechtes kommt mir in den Sinn.

Behäbig durchs Haus ich mich bewege,
was zu tun ist, überlege.
Denke; schreib doch wieder mal ein Gedicht,
schon huscht ein Lächeln mir ins Gesicht.

Ja, leer scheint die Welt,
in der Poesie nur wenig zählt.
In ihr haben Gedanken freien Lauf,
man darf sie senden in die Welt hinaus.

Stests dabei bedenken, wie man`s  schreibt,
da sich so mancher gerne an dir reibt.
Rasch findet man sich in einer "Ecke" wieder,
macht dich als einen von "gestern" nieder.

Doch, denken wie ich`s möchte, lass` ich mir nicht nehmen,
Freiheit der Gedanken, auf ewig bleibt`s mein Sehnen.
Unfreiheit über unserer Erde, liegt wie ein Fluch,
in meinen Gedichten, ich nach Gedankenfreiheit ruf.

(c) by Horst M. Kohl, April 2024
Heimat- und Naturfreund
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